
Januar
Bei der Jahreshauptversammlung unserer Aquaball-Abteilung am 16. Januar stand neben dem obligatorischen Rückblick auf das vergangene Jahr natürlich auch wieder der Programmpunkt auf der Tagesordnung, bei dem erfahrungsgemäß niemand zu früh gehen darf: Pitzza - äh, Neuwahlen.
Für alle Freunde von Kontinuität gibt es dabei gute Nachrichten, denn Überraschungen blieben aus. Peter Demmelmayr wurde erneut als Abteilungsleiter bestätigt und darf somit weiterhin die Geschicke der Abteilung lenken – offenbar zur Zufriedenheit der Versammlung, denn Gegenkandidaten blieben aus. Auch Ingmar Guse bleibt als stellvertretender Abteilungsleiter im Amt und sorgt weiterhin dafür, dass Peter nicht alle Entscheidungen alleine treffen muss. Die Finanzen bleiben ebenfalls in bewährten Händen: Henning Knebel kümmert sich weiterhin als Kassier darum, dass Einnahmen und Ausgaben halbwegs im Gleichgewicht bleiben und die Abteilung nicht plötzlich nur noch mit Luftballons statt Aquabällen spielen muss. Beim Thema Öffentlichkeitsarbeit wurde es fast schon luxuriös effizient, denn Pressesprecher bleibt ebenfalls Ingmar Guse – der damit gleich zwei Hüte aufhat und vermutlich nur noch überlegen muss, welchen er bei welcher Gelegenheit aufsetzt. Markus Riedl bleibt derweil der Herr der Dinge und kümmert sich weiterhin als Materialwart darum, dass beim TrainingLuft in den Bällen ist.
Ganz ohne Diskussionsstoff ging die Versammlung natürlich trotzdem nicht über die Bühne: Besonders das Thema Mitgliedsbeitragserhöhung und Bezuschussung der Wettkampffahrtensorgte für eine lebhafte Debatten, bei der Meinungen, Argumente und vermutlich auch ein paar Rechenbeispiele fröhlich durch den Raum flogen. Da sich am Ende trotz intensiver Diskussion kein gemeinsamer Nenner finden ließ – was bei Vereinsversammlungen ja durchaus vorkommen soll – wurde das Thema schließlich vertagt und wird nun bei einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung noch einmal ausführlich behandelt. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihr Kommen und wünschen den gewählten Personen weiterhin ein glückliches Händchen bei ihren Entscheidungen.







Februar
Der 23. Internationale Sparkassenpokal der Bunnyhunters fand am 24. Januar noch einmal im ehrwürdigen Dachauer Hallenbad statt. Viele Blicke gingen dabei allerdings schon sehnsüchtig hinüber zur Baustelle nebenan, wo in absehbarer Zeit Dachaus neuer Wassertempel seine Tore öffnen soll – doch bevor es so weit ist, wurde in den beiden Aquaballbecken des alten Hallenbads noch einmal ordentlich für Stimmung gesorgt. Beim zweiten Turnier der diesjährigen Aquaball Champions-Tour machten sich über 35 Mannschaften aus Nah und Fern auf den Weg nach Dachau, um wertvolle Punkte für die deutsche Meisterschaft zu sammeln und nebenbei zu testen, wie viele Bahnen man eigentlich quer durch ein Becken sprinten kann. Ein Ereignis dieser Größenordnung ließ sich natürlich auch die Dachauer Lokalpolitik nicht entgehen und so durften die gastgebenden Bunnyhunters Landrat Stefan Löwl, Oberbürgermeister Florian Hartmann und Sportreferent Günther Dietz am Beckenrand begrüßen. Nachdem Landrat Löwl mit dem ersten Einwurf das Turnier offiziell eröffnete – und dabei bewies, dass auch politische Würfe durchaus präzise sein können – ging es in allen vier Wertungskategorien gewohnt engagiert zur Sache und die Teams boten Aquaball auf hohem Niveau: mal mit spielerischer Eleganz, mal mit der sprichwörtlichen Brechstange und gelegentlich auch mit der Taktik „einfach mal draufhalten“. Aus Dachauer Sicht erwischte die erste Jugendmannschaft einen echten Sahnetag, der schließlich mit einem hervorragenden zweiten Platz gekrönt wurde. In der Vorrunde spielten Dominik, Sam, Leonard, Freya, Teodor und Valentin souverän ihre Stärken aus, ehe im Halbfinale die zweite Mannschaft aus Ingolstadt wartete. Die Schanzer lagen zwischenzeitlich bereits mit drei Toren vorne und wähnten sich wohl schon im Finale, hatten dabei aber die Rechnung ohne die Dachauer Hartnäckigkeit gemacht. Tor um Tor kämpften sich die Bunnyhunters zurück und erzielten tatsächlich in allerletzter Sekunde den vielumjubelten Ausgleich, der das Spiel in den Sudden Death brachte – sehr zur Freude der Zuschauer und eher zum Leidwesen der Nerven aller Beteiligten. In dieser Verlängerung ging es hin und her, bis schließlich der Lucky Punch zum 9:8 gelang und der Finaleinzug perfekt war. Dort wartete allerdings die erste Ingolstädter Auswahl und offenbar hatte der Kraftakt zuvor doch ein paar Mühen gekostet – eine weitere Aufholjagd blieb diesmal aus und die Dachauer mussten sich am Ende mit 12:6 geschlagen geben. Dennoch bedeutete Platz zwei das beste Ergebnis seit langer Zeit für die Dachauer Jugend und ganz nebenbei wurde auch noch die Ingolstädter Phalanx von drei Teams unter den ersten vier durchbrochen. Die zweite Jugend der Bunnyhunters, bestehend aus vielen jungen und noch turnierunerfahrenen Spieler:innen und verstärkt durch die Münchnerin Monika, kämpfte ebenfalls tapfer und zeigte im Vergleich zum ersten Turnier bereits ein deutlich besseres Zusammenspiel. Auch wenn es noch nicht für einen Sieg reichte und etwas Lehrgeld bezahlt werden musste, dürfte diese Erfahrung künftig noch hilfreich sein – schließlich wächst auch im Aquaball niemand über Nacht zum Beckenchef heran. Eigentlich über reichlich Erfahrung, Durchschlagskraft und Spielintelligenz verfügt auch die erste offene Dachauer Mannschaft – leider war davon an diesem Tag nur wenig zu sehen. Zwar setzte man sich in einer eher überschaubar besetzten Vorrundengruppe noch sicher durch, doch in der Zwischenrunde gab es gegen die Wattloopers aus Pewsum und die Münchner Krabben die ersten echten Härtetests – und leider auch Niederlagen. So blieb am Ende lediglich das Spiel um Platz sieben, das zwar gegen die dritte Mannschaft aus Soest gewonnen wurde, aber ganz sicher nicht dem Anspruch dieses Teams entspricht. Das Streichergebnis für die Champions-Tour dürfte damit bereits früh in der Saison feststehen und eine deutliche Leistungssteigerung in den kommenden Turnieren ist Pflicht, wenn man den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze nicht schon im Frühjahr aus den Augen verlieren möchte. Auch die zweite Dachauer Mannschaft in der offenen Wertung konnte mit Platz neun nicht wirklich zufrieden sein. In der Vorrunde setzte es einige knappe Niederlagen, immerhin gelang es ihnen jedoch, die eigene Erste in die Verlängerung zu zwingen – ein kleiner Prestigeerfolg, der zumindest für interne Kabinenwitze reichen dürfte. In den Platzierungsspielen war dann allerdings gegen Pewsum und die an diesem Tag bärenstarken Ingolstädter Endstation. Für das dritte Dachauer Team gab es ebenfalls wenig zu holen: ein einziger Punkt aus der Vorrunde, erkämpft bei einer Niederlage nach Verlängerung gegen die Soester Haie, reichte nicht für den Einzug in die Zwischenrunde und bedeutete am Ende Platz 13. Im Finale der offenen Wertung setzten sich wie gewohnt die Münchner Kraken gegen die Ingolstädter Blue Sharks 1 durch, die mit ihrem Finaleinzug allerdings viele Experten überrascht hatten und ein deutliches Ausrufezeichen setzen konnten. Auch bei den Youngsters waren zwei Dachauer Teams am Start, die mit viel Einsatz und Herzblut spielten, allerdings teilweise mit deutlichem Größenunterschied zu kämpfen hatten, sodass am Ende nur die beiden letzten Plätze heraussprangen – immerhin konnte die erste Mannschaft den direkten Vergleich gegen die Zweite für sich entscheiden, was zumindest für klare Hierarchien beim gemeinsamen Heimweg sorgte. Den Tagessieg sicherten sich hier die jungen Soester Haie. In der Damenwertung gingen die Dachauer diesmal leer aus, da keine eigene Mannschaft gestellt werden konnte; den Sieg holten sich die Wattloopers aus Pewsum vor den Ahauser Aquaguards und den Soester Damen.
März
Mit einem überzeugenden Auftritt an der Nordseeküste hat die offene Mannschaft der Dachauer Aquaballer am 21. und 22. März das Turnier in Pewsum gewonnen und sich eindrucksvoll im Rennen um die deutsche Meisterschaft zurückgemeldet.
Bereits in der Vorrunde legten die Bunnyhunters den Grundstein für den späteren Erfolg. Gegen die Soester Haie 2 gelang ein deutlicher 14:4-Erfolg, anschließend wurden die Blue Sharks Offen 1 mit 12:3 bezwungen. Auch im dritten Spiel gegen Wattloopers 2 ließ das Team beim 12:5 nichts anbrennen. Mit drei klaren Siegen, zweistelligen Torergebnissen und maximal fünf Gegentoren sicherten sich Matthias Gattinger, Valentin Kaspar, Sebastian Kölbl, Andreas Lutzenberger und Raffaele Schmidt-Soletti souverän den ersten Platz in der Gruppe.
Im Viertelfinale setzte sich das Team ebenso souverän mit 8:1 gegen die ETV Likedeelers durch und zog ungefährdet in die nächste Runde ein.
Im Halbfinale kam es zum Duell mit den Münchner Kraken, die in der Vergangenheit mehrfach als Angstgegner aufgetreten waren. Es entwickelte sich ein intensives und ausgeglichenes Spiel, in dem die Dachauer immer wieder dagegenhielten und sich für ihren Einsatz belohnten. Nach einem 3:3 in der regulären Spielzeit ging es in die Verlängerung, in der schließlich Vali im Sudden Death die Nerven hatte und entscheidenden Treffer zum 4:3 ins Münchner Tor zimmerte. Damit ist hoffentlich der Fluch gegen München gebrochen!
Im Finale wartete mit den gastgebenden Wattloopers 1 aus Pewsum ein ebenso spielstarker wie unangenehmer Gegner. Getragen von der Euphorie des Halbfinalsiegs gelang es den Dachauern auch diese letzte Hürde zu meistern und sich mit einem knappen, aber verdienten 6:5-Erfolg den Turniersieg zu sichern.






April
Das diesjährige Osterturnier hatte wieder einmal alles zu bieten, was man sich nur wünschen kann: sportlichen Ehrgeiz, jede Menge Lacher und kreative Herausforderungen, die selbst erfahrene Spielerinnen und Spieler ordentlich ins Grübeln – und manchmal auch ins Straucheln – brachten. Vier bunt gemischte Teams mit jeweils fünf bis sechs Personen aus allen Altersklassen traten gegeneinander an, und das gleich dreimal jeder gegen jeden. Langeweile? Fehlanzeige!
Für die besondere Würze sorgten wie immer die Bonusaufgaben. Vor jedem Spiel durfte sich jedes Team eine Herausforderung aussuchen, die das Spielgeschehen gehörig durcheinanderwirbeln konnte. Klassiker wie „Alle Spieler müssen über der Mittellinie sein“ oder „Zwei Spieler halten sich an den Händen“ verlangten nicht nur sportliches Können, sondern auch taktisches Geschick. Besonders kreativ wurde es, als Tobis Team die Mittellinien-Aufgabe einfach mal anders interpretierte und kurzerhand den gegnerischen Torwart so beschäftigte, dass dieser gar nicht erst über die Linie kam. Neue Spielidee inklusive!
Ein absoluter Dauerbrenner blieb natürlich die Aufgabe, beim Torwurf eine Pirouette zu drehen. Was in der Theorie elegant klingt, entpuppte sich in der Praxis wieder einmal als Mischung aus Ballett und Slapstick. Treffer waren dabei eher die Ausnahme, stilvolle Drehungen ebenfalls – aber der Unterhaltungswert war garantiert hoch. Ähnlich anspruchsvoll zeigte sich auch das Kopfballtor, das nur wenigen wirklich gelang. Neu in diesem Jahr war, dass die Bonusaufgabe in beiden Halbzeiten erfüllt werden durfte. Wer also zunächst scheiterte, bekam eine zweite Chance – sehr zur Freude aller, die sich noch beweisen wollten.
Nach vielen intensiven, kreativen und teilweise herrlich chaotischen Spielen setzte sich am Ende das Team mit Paul, Zeynel, Matze, Verena, Lina und Peter R. durch. Mit cleverer Taktik, guten Nerven und vermutlich auch der einen oder anderen gelungenen Bonusaktion sicherten sie sich den Turniersieg. Dahinter folgten Noah, Benjamin S., Felix, Benjamin W. und Claus, die bis zum Schluss um Platz eins kämpften. Den dritten Platz belegten Dora, Christian, Tobi, Sam und Manuel, während das Team um Nici, Philipp, Henning, Theo, Emma und Thomas trotz starker Leistungen diesmal denkbar knapp am Podest vorbeischrammte.
Am Ende bleibt ein rundum gelungenes Osterturnier, das nicht nur sportlich überzeugte, sondern vor allem durch seine besondere Atmosphäre und viele unvergessliche Momente glänzte. Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmenden und Helfenden – und die Vorfreude auf die nächste Ausgabe ist jetzt schon riesig.
April
Am 24. April stand bei den Bunnyhunters einmal nicht Training oder Wettkampf auf dem Programm, sondern ein gemütlicher Spieleabend für Kinder und Jugendliche. Dabei wurde gespielt, gelacht und teilweise auch mit vollem Einsatz um jeden Sieg gekämpft. Manche Strategien waren dabei durchaus kreativ, andere eher… mutig.
Parallel dazu fand ein Infoabend für die Eltern statt. Dort wurde über Turnierfahrten, das Wettkampfsystem, kommende Planungen und alles gesprochen, was bei den Bunnyhunters in nächster Zeit so ansteht. Natürlich blieb auch genug Zeit für Fragen, von organisatorischen Themen bis hin zu den wirklich wichtigen Dingen. So wurde unter anderem die große Frage beantwortet, woher der Name „Bunnyhunters“ eigentlich kommt.
Insgesamt war es ein richtig gelungener Abend mit vielen guten Gesprächen, jeder Menge Spaß und der Erkenntnis, dass bei den Bunnyhunters nicht nur im Wasser Teamgeist großgeschrieben wird.




April
Saubere Sache war es auch dieses Jahr wieder für die Bunnyhunters, als am 25. April statt Ball einmal mehr die Müllzange angesagt war. Im Rahmen der städtischen Aktion „Saubere Stadt Dachau“ machten sich einige motivierte Bunnyhunters auf den Weg, um rund um Hallenbad, Amper, Schlossberg bis Mitterndorf aufzuräumen.
Und tatsächlich gab es diesmal eine durchaus erfreuliche Überraschung: Es war verglichen zu den Vorjahren ziemlich sauber. Natürlich fanden sich noch immer die üblichen Verdächtigen wie Zigarettenkippen, Flaschen oder anderer Kleinkram, aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren hielt sich die Müllmenge erfreulich in Grenzen. Vermutlich hatten manche Leute diesmal tatsächlich den revolutionären Gedanken, ihren Müll bis zum nächsten Mülleimer mitzunehmen.
Da die Gruppe dadurch deutlich schneller vorankam als gedacht, wurde kurzerhand beschlossen, einfach weiterzumachen – und so ging es noch bis auf Höhe der Alten Liebe. Dort wartete dann doch noch etwas mehr Arbeit auf die Bunnyhunters. Vor allem aus der Amper wurde einiges an Zeug herausgezogen, bei dem man teilweise lieber gar nicht genauer wissen wollte, wie lange es dort schon gelegen hatte.
Zwischendurch gab es aber auch deutlich schönere Entdeckungen. Mehrere Schildkröten nutzten das sonnige Wetter für ein ausgedehntes Sonnenbad und beobachteten die fleißigen Müllsammler vermutlich mit einer Mischung aus Verwunderung und Zustimmung.
Am Ende kam zwar nicht die ganz große Müllberg-Bestmarke zustande, aber genau das war diesmal eigentlich die beste Nachricht des Tages.
Mai
Am 8. Mai durfte Abteilungsleiter und DSV-Referent Peter Demmelmayr mal wieder über seine beiden absoluten Lieblingsthemen sprechen: Aquaball und Inklusion. Dafür ging es an die Sportschule Oberhaching, wo 24 motivierte Teilnehmer des C-Trainer-Breitensport-Lehrgangs schon auf neuen Input warteten.
Zunächst wurde in der Theorie erklärt, was Aquaball eigentlich ausmacht, warum die Sportart so vielseitig ist und weshalb Inklusion dabei nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebter Alltag sein kann. Danach ging es natürlich auch ins Wasser, denn Aquaball versteht man bekanntlich am besten, wenn man selbst mal versucht, gleichzeitig Ball, Mitspieler und Orientierung unter einen Hut zu bringen.
Besonders schön: Aquaball ist damit wieder offiziell Teil der Trainerausbildung. Nachdem die Sportart vor einigen Jahren aus eher… sagen wir einmal „persönlich geprägten“ Gründen aus dem Lehrgangsprogramm verschwunden war, hat es doch einige Zeit gedauert, bis sie ihren Weg zurückgefunden hat. Umso erfreulicher, dass jetzt wieder gezeigt werden kann, wie viel Potential, Dynamik und vor allem Spaß in diesem Sport steckt.
Und scheinbar kam das Ganze ziemlich gut an. Anders lässt sich zumindest schwer erklären, warum die Gruppe am Freitagabend freiwillig einfach noch über eine halbe Stunde drangehängt hat. Normalerweise entwickeln Lehrgangsteilnehmer zu dieser Uhrzeit ja eher eine natürliche Orientierung Richtung Feierabend. Stattdessen wurde weiter gespielt, ausprobiert und gefragt.
Damit war der Abend nicht nur für die Teilnehmer ein voller Erfolg, sondern vermutlich auch der beste Beweis dafür, dass Aquaball selbst nach einem langen Lehrgangstag noch Leute begeistert ins Wasser locken kann.





Mai
Mit einer richtig starken Leistung haben sich die Bunnyhunters am 9. Mai beim Turnier in Ahaus zum zweiten Mal in Folge den Turniersieg geschnappt und damit die Championstour endgültig wieder spannend gemacht. Die Münchner Kraken mussten sich diesmal mit Platz zwei zufriedengeben – und plötzlich reden alle wieder davon, dass die Deutsche Meisterschaft vielleicht doch nicht schon vorher vergeben ist (da haben wir gar nichts dagegen^^).
Schon in der Vorrunde lief es für die Dachauer fast schon unverschämt gut. Mit Matthias Gattinger, Andreas Lutzenberger, Felix Brandl, Sebastian Kölbl und Raffaele Schmidt-Soletti wurde gegen Ahaus, Soest 2, Hamburg und Werl ziemlich souverän gewonnen. Lediglich gegen Pewsum wurde es etwas enger. Aber auch dort behielten die Bunnyhunters die Ruhe und gewannen die torreiche Partie am Ende mit 5:4. Man hatte an diesem Wochenende irgendwie das Gefühl: Der Kopf spielt mit. Niemand musste zaubern – aber irgendwie konnte plötzlich jeder genau im richtigen Moment doch einen raushauen. Auch im Viertelfinale gegen Soest 1 gab es dann keine größeren Probleme und Dachau zog relativ ungefährdet ins Halbfinale ein. Dort wartete mit Soest 3 allerdings ein Gegner, der deutlich mehr Gegenwehr leistete, als man erwartet hätte. Es wurde gekämpft, geschwommen, verteidigt und wahrscheinlich auch ein bisschen gezweifelt. Lange Zeit blieb alles eng, bevor die Bunnyhunters kurz vor Schluss doch noch den entscheidenden Vorsprung herausspielten. Soest kam zwar nochmal ran, aber drehen konnten sie das Spiel nicht mehr.
Und dann kam natürlich das Finale gegen München. Weil es mittlerweile scheinbar einfach kein Turnier mehr ohne dieses Duell geben darf. Matthias Gattinger sorgte früh für die Führung und Dachau legte los wie die Feuerwehr. München konnte zwar immer wieder ausgleichen, aber eines zog sich durch das gesamte Spiel: Die Bunnyhunters lagen nicht ein einziges Mal hinten. Das allein war gegen die Kraken ja schon fast eine kleine Sensation. Wie es sich für so ein Spiel gehört, ging es natürlich ins Sudden Death. Dort gewann Dachau zunächst das Anschwimmen, brachte sich mit einem ungenauen Pass aber erstmal selbst wieder in Schwierigkeiten. Klassiker. Beim anschließenden Schiedsrichterball zeigte Felix Brandl dann allerdings Nerven aus Stahl und setzte sich gegen den körperlich deutlich größeren Münchner durch. Andreas Lutzenberger reagierte blitzschnell, bediente Raffaele Schmidt-Soletti – und der machte dann einfach mal das Ding rein. Irgendwo über Arme, durch Lücken und vorbei am Torwart. Danach gab es am Beckenrand eigentlich nur noch Jubel, Geschrei und vermutlich kurzzeitig keinerlei vernünftige Kommunikation mehr.
Damit stehen die Bunnyhunters und die Kraken nun punktgleich an der Spitze der Championstour. Die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft fällt also erst am 13. Juni in Ingolstadt. Und die Rechnung ist erfreulich einfach: Wer vor dem direkten Konkurrenten landet, wird Deutscher Meister. Klingt fair. Macht die Nerven aber nicht unbedingt ruhiger.