Der 06.05.2017 lieferte den Beweis dafür, wie nah Sieg und Niederlage beieinander liegen. Beim Champions Tour-Finale in Ahaus ging es sowohl für die Youngsters als auch für Offen um den Gewinn der Tour und der damit verbundenen Deutschen Meisterschaft.

6 Punkte Vorsprung und als Minimalziel den 4. Platz - so war die Ausgangslage der Youngsters vor dem letzten Turnier. Mit 3 Turniersiegen bei 3 Turnieren in dieser Saison eine recht entspannte Situation. Das merkte man auch im ersten Spiel gegen den direkten Verfolger Soest 1, die 3:1 siegten. Danach konnte man aber gegen Soest 2, 3 und 4 souverän gewinnen und zu dem Zeitpunkt war es dann klar - die Deutsche Meisterschaft würde dieses Jahr nach Dachau gehen! Das letzte verbleibende Spiel des Turniers wurde gegen Schweinfurt zwar verloren (in der Endabrechnung ergab das dann den 3. Platz des Turniers), doch da überwiegte bereits die Freude über den Gesamtsieg. Die Youngsters können stolz auf sich und ihre Leistung dieses Jahr sein. 2013 war das letzte Mal, dass die Bunnyhunters in dieser Kategorie den Titel einheimsen konnten, seitdem dominierten die Soester Haie.

Soester Haie und Dominanz. Wenn man diese beiden Schlagwörter hört, muss man unweigerlich an die Damenwertung denken. Schon vor dem Turnier als (erneuter) Deutscher Meister feststehend, gewannen die Soester auch diesmal wieder alle ihre Spiele und standen am Ende ganz oben. Es ist der 5. Deutsche Meistertitel in Folge, das kann also nicht nur der FC Bayern München im Fußball.
Nach 6 dritten Plätzen in Folge hatte man unsere Damen schon fast wieder auf diesem Platz erwartet. Doch es konnte nur 1 Sieg aus 4 Spielen eingefahren werden, was letztendlich nur den 4. Platz einbrachte. Zu wenig Teamplay und zu viel Einzelkämpfermodus waren mit die Gründe für die Niederlagen. Umso bitterer kam es bei der Auswertung der Champions Tour. Aufgrund des 3. Platzes der Werler Damen herrschte Punktgleichheit zwischen Werl und Dachau. Im direkten Vergleich hatte dann Werl die Nase vorn und wurde damit Vizemeister, während den Bunnyhunters nur der 3. Platz blieb - welch Ironie.

In der Jugendwertung ging es für die Bunnyhunters nur noch um einen ordentlichen Saisonabschluss. In den Kampf um die Deutsche Meisterschaft konnte man nicht mehr eingreifen und der 3. Platz in der Tour war auch so gut wie sicher. Am Ende stand ein gutes Turnier zu Buche, unter anderem mit einem Sieg gegen den späteren Vizemeister Ahaus, und dem 3. Platz beim Turnier. Damit konnte auch der Platz in der Tourwertung behauptet werden, hinter dem alten und neuen Deutschen Meister aus Soest und Ahaus.

Punktgleich mit 26 Zählern an der Spitze gingen die Münchner Kraken und die Bunnyhunters 1 in dieses letzte Turnier, in dem sich die Mission Titelverteidigung entscheiden sollte. Schon in der Gruppenphase erwischte man die Hammerlose - 1. - 4. Platz der Tourwertung wurden in eine Gruppe gelost. Viele individuelle Fehler sorgten für einen holprigen Start und die Niederlagen gegen Ahaus (4:8) und München (3:4), dem gegenüber stand der knappe Sieg gegen Unna (4:3), womit man in der Gruppe den 3. Platz belegte. Auch die 2. Mannschaft erwischte nicht gerade einen Sahnetag. Ein Gruppenspiel nach dem anderen ging verloren, zwischenzeitlich musste man befürchten bereits in dieser Phase des Turniers die Segel streichen zu müssen, doch das Ruder wurde noch herumgerissen und man schaffte es als 4. gerade noch ins Viertelfinale. In diesem lieferte die 2. eine super Partie ab, doch die individuelle Klasse der Ahauser reichte aus um mit 4:2 ins Halbfinale einzuziehen. In diesem warteten bereits die Bunnyhunters 1, die ihr Viertelfinale ihrerseits souverän gemeistert hatten. Mit einer anderen Taktik als im Gruppenspiel und einer überragenden Leistung zeigte man dem Gastgeber die Grenzen auf und zog mit 6:3 ins Finale ein. Gegen München in den Kampf um die Meisterschaft. Die 2 besten Mannschaften der diesjährigen Saison lieferten sich einmal mehr ein Aquaballspiel auf höchstem Niveau und am Ende jubelten die Kraken über den Turniersieg und über die gewonnene deutsche Meisterschaft. Die 2. belegte am Ende noch Rang 6 und wurde in der Tour 5.

Als man dann am Sonntag wieder zuhause ankam, gab es noch eine Überraschung für unsere Youngsters und deren Betreuer. Die Eltern unserer jungen Helden empfingen die neuen Meister mit Kuchen und Plakat und so feierte man nochmal eine kleine Runde in Dachau.